Informationsveranstaltung für unsere Mitgliedervertreter

23. September 2016

Am 22. September fand eine Informationsveranstaltung zum Thema "Flüchtlinge, Fluchtursachen und wie reagiert Hamburg hierauf" für unsere Mitgliedervertreter statt. Unserer Einladung sind knapp 50 Vertreter und Mitglieder des Aufsichtsrates gefolgt und konnten drei hoch interessanten Vorträgen namhafter Gastredner folgen.

BVE Vorstand Michael Wulf erklärte in seinen einleitenden Worten die Motivation des BVE für diese Informationsveranstaltung. Es gibt hierbei Auswirkungen auf unsere Nachbarschaften und den BVE im Ganzen, die wir aber mit professionellen Partnern bewältigen und genauso Unterstützung durch funktionierende Gemeinschaften in den Quartieren begleitet wissen. Der BVE hat in der Vergangenheit Unterkünfte unterstützt und würde dies jederzeit auch wiederholen. Über den Kooperationsvertrag mit der Stadt Hamburg versorgen wir vordringlich Wohnungssuchende mit dem passenden Wohnraum - so selbstverständlich auch Flüchtlinge. Beim BVE wohnen über 100 Nationen in fast 14.000 Wohnungen.

Erster Gastredner war Herr Anselm Sprandel, der Flüchtlingskoordinator der Stadt Hamburg. Herr Sprandel hat die Senatslinie im Umgang mit den Geflüchteten sowie die Planungen zur Schaffung von Unterkünften sehr dizidiert erläutert. Herr Sven Kessler, Leiter der ehem. Erstaufnahme Rugenbarg des DRK-Altona (ZEA), konnte aus dem Alltag einer solchen Erstaufnahme berichten und ging in seinem Vortrag deutlich auf die Probleme im Miteinander - auch unter den verschiedenne Nationen der Geflüchteten - ein. Ein schönes Moment am Rande war sein Hinweis darauf, dass in den neun Monaten des Betriebs der ZEA elf Kinder geboren wurden.

Herrn Martin Leo, Leiter des Geschäftsbereichs Spezialangebote Wohnen fördern und wohnen (f&w), trug seine Erfahrungen mit der dauerhaften Unterbringung der Menschen in den Hamburger Stadtteilen und der Suche nach Baugrundstücken und dem möglichst schnellen Bau von Häusern vor. Herr Leo machte aber auch deutlich, dass es ohne ein Miteinander mit der Wohnungswirtschaft nicht geht. Hier ist der BVE vorbildlich. Seit vielen Jahren betreibt f&w fördern und wohnen über 60 Wohnungen in Langenhorn ausschliesslich für Flüchtlinge aus aller Herren Länder in fünf Häusern des BVE.

Abschliessende Fragen an die Referenten und eine anregende Diskussion am kalten Buffet rundeten den informativen Nachmittag ab. Einhellig war die Meinung, dass es weiterhin einfache Lösungen nicht gibt und ein jeder gefragt ist, wo und wie er helfen kann, dass Integration funktioniert.

Bilder der Veranstaltung