MARTINI44 Baubeginn für ein bunteres Eppendorf

11. Mai 2017

Am 11. Mai 2017 war es soweit: Nach langer Vorbereitung konnten mit der Grundsteinlegung die Hochbauarbeiten für neues Leben auf dem Bethanien-Gelände in Eppendorf beginnen: 90 Genossenschaftswohnungen, alle öffentlich gefördert, dazu kulturelle und soziale Einrichtungen, entstehen hinter der denkmalgeschützten Fassade des ehemaligen Bethanien-Krankenhauses in der Martinistraße. Der Bauverein der Elbgemeinden (BVE), Hamburgs größte Wohnungsgenossenschaft, errichtet in der Hansestadt in den kommenden drei Jahren rund 800 neue Wohnungen. MARTINI44 ist dabei aufgrund der vielfältigen Nutzung das derzeit ambitionierteste Projekt. Ehrengäste des Festaktes waren die Senatorin der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Dr. Dorothee Stapelfeldt, und Bezirksamtsleiter des Bezirks Hamburg-Nord, Harald Rösler.

In Eppendorf entsteht mit MARTINI44 ein Quartier der besonderen Art. Den Mittelpunkt bilden 90 Genossenschaftswohnungen, zum Beispiel im Zweiten Förderweg mit einer Anfangsmiete von 8,30 € pro Quadratmeter nettokalt. Für das sonst eher hochpreisige Eppendorf ist das ein sehr attraktives Angebot. Vor allem günstige Familienwohnungen werden hier gebaut. Zum Gesamtobjekt MARTINI44 gehört auch die Baugemeinschaft Martinis, die insgesamt 24 Wohnungen im 1. Förderweg beziehen wird. Martinis ist ein Wohnprojekt von überwiegend älteren Menschen.

Hinter der historischen Fassade des ehemaligen Krankenhauses entsteht zudem ein neues Zentrum für Kultur, Gesundheit und Soziales. Neben dem Kulturhaus Eppendorf, dem Stadteilarchiv Eppendorf und dem Quartiersbüro des lokalen Netzwerkes „MARTINIerLEBEN“ wird die „Hamburgische Brücke“, eine traditionsreiche Gesellschaft für private Sozialarbeit, dort mit mehreren Einrichtungen vertreten sein. Dazu gehören eine Beratungsstelle für ältere Menschen und ihre Angehörigen, eine Tagespflege und eine ambulant betreute Wohn-Pflege-Gemeinschaft für Menschen mit Demenz sowie die Sozialstation Eppendorf. Die Entwürfe dafür stammen von den Hamburger Architekturbüros APB und KBNK.

Der BVE achtet bei seinen zahlreichen Neubauaktivitäten vermehrt auf gemischte Nutzungsformen. „Wir bauen Wohnungen mit sehr langfristiger Perspektive und halten den Standard auf hohem Niveau“, sagt BVE-Vorstand Michael Wulf. Sein Vorstandskollege Axel Horn erklärt das erfolgreiche Geschäftsmodell der Genossenschaft so: „Wir sind hier vor Ort, wir bleiben nach dem Bau von Wohnungen hundert Jahre und kümmern uns um die Quartiere, die Pflege der Gebäude und besonders die Menschen, die dort wohnen.“ Vor allem aber schafft der BVE immer mehr qualitativ hochwertigen Wohnraum zu angemessenen Preisen – und das auch in hochpreisigen Lagen wie jetzt in Eppendorf.

Für MARTINI44 beschreitet der BVE auch energetisch neue Wege: So wird ein Großteil der Wärme aus Umgebung und Gebäuden dem Heizungssystem wieder zugeführt. Hierbei setzt der BVE erstmals einen großen Eisspeicher in Verbindung mit einer Gaswärmepumpe ein.

Grundsteinlegung am 11. Mai 2017

Baufortschritte MARTINI44

MARTINI44 Visualisierungen

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