Preiswertes Wohnen in der Hafencity mit Elbblick

24. August 2017

Baubeginn in der HafenCity: Ab Mitte September entsteht „Baakendocks“ –preiswertes Wohnen an der Elbe, auf der Halbinsel des Quartiers Baakenhafen. Zwei Wohnungsbaugenossenschaften errichten zusammen mit einer Baugemeinschaft 155 großteils öffentlich geförderte Wohnungen. Am 17. August wurde der Kaufvertrag für das Grundstück unterzeichnet, schon im September dieses Jahres starten die Arbeiten. Mit der Fertigstellung rechnen die beteiligten Genossenschaften im Frühjahr 2020.

Mit „Baakendocks“ wird eine neue Generation zukunftsweisender Gebäude entwickelt. Auf insgesamt 8.600 Quadratmetern errichten der BVE 80 und die HANSA 46 Wohnungen – fast zwei Drittel von ihnen sind öffentlich gefördert. Die Mieten dieser Wohnungen liegen zwischen 6,20 und 8,30 € pro Quadratmeter nettokalt. Damit wird in einer der begehrtesten Lagen Hamburgs günstiger Wohnraum auch für Familien geschaffen. Die Baugemeinschaft „Tor zur Welt“ errichtet im Zusammenhang mit „Baakendocks“ weitere 30 Wohnungen, die allesamt im Eigentum der Mitglieder dieser Baugemeinschaft sein werden.

Nicht nur junge Familien werden bei den Genossenschaften preiswerten Wohnraum finden, sondern auch Menschen mit Unterstützungsbedarf. 28 Wohnungen wird der BVE in Kooperation mit der Alsterdorf Assistenz Ost GmbH an Menschen mit Behinderung vermieten. Für alle Bewohner wird die Stiftung Alsterdorf vielfältige unterstützende Leistungen bieten. „Damit wird die Idee des gemeinsamen Wohnens um die Inklusion in den Alltag eines neuen Hamburger Quartiers umgesetzt“, so Michael Wulf, Vorstand des BVE.

Giselher Schultz-Berndt, Geschäftsführer der HafenCity Hamburg GmbH, äußert sich sehr anerkennend über die gelungene soziale Mischung des Projektes: „Im Quartier Baakenhafen wird sich die HafenCity als sozial vielfältiges und im besten Sinne nachhaltiges Stadtquartier zeigen. Das Projekt ‚Baakendocks‘ mit seinem hohen Anteil an geförderten Wohnungen, einem Baugemeinschaftsprojekt und zukunftsweisenden inklusiven Wohnkonzepten ist ein besonders gelungenes Beispiel. Ich freue mich, dass noch im September der Bau beginnt.“

Eine zusätzliche Komponente des Quartiers in der HafenCity ist die Umsetzung eines ambitionierten Mobilitätskonzeptes. Dazu gehört: deutlich weniger fest zugeordnete Autostellplätze als üblich (nur 40 Stellplätze pro 100 Wohneinheiten), in Verbindung mit einem hoch leistungsfähigen öffentlichen Verkehrsnetz. Zudem wird für ein Drittel der Stellplätze ein großes Angebot an stationsbasierten Carsharing-Stellplätzen geben, allesamt für Elektrofahrzeuge vor- oder ausgerüstet.

„Ganz besonders freuen wir uns über das neu entwickelte Mobilitätskonzept. Die Bewohner werden flexibel, je nach Bedarf auf ein modernes, schadstoffarmes Fahrzeug zugreifen können“, so Dirk Hinzpeter, Vorstand HANSA.

In der Baugemeinschaft „Tor zur Welt“, haben sich Familien und Lebensgemeinschaften mit und ohne Kinder sowie Senioren und Studenten zusammengefunden. „Wir sind typische Vertreter der Mittelschicht“, sagt der Sprecher der Gemeinschaft, Peter Kurz. Die Gruppe plant den Bau eines sogenannten Hybridhauses. Es besteht zum weitaus größten Teil aus Holz – architektonisch wird dieses Gebäude eine weitere Bereicherung des Quartiers.

Gebaut werden die „Baakendocks“ nach den Plänen der Architekturbüros Schaltraum (Hamburg), LRW – Loosen, Rüschoff und Winkler (Hamburg) und Kaden+Lager (Berlin). Gefunden wurde „eine moderne Architektursprache mit klassischen, zeitgemäßen Materialien“, sagt Volker Claussen, Abteilungsleiter Technik beim BVE. Die Häuser „werden dem Anspruch nach Nachhaltigkeit und Dauerhaftigkeit gerecht – wir Genossenschaften bauen schließlich für die nächsten 100 Jahre“.

Der Bauverein der Elbgemeinden ist eine der größten Wohnungsbaugenossenschaften Deutschlands. Zum Bestand gehören rund 14.000 Wohnungen in und um Hamburg. Der BVE ist seit 1899 nicht nur ein verlässlicher genossenschaftlicher Vermieter, sondern bietet seinen mehr als 21.000 Mitgliedern vielfältige Angebote über das Wohnen hinaus.