Handlungsfeld: Wohnen
03/2026

75 Jahre Mechelnbusch: Großes Jubiläum

Das war ein Fest! 75 Jahre Gartenstadt Mechelnbusch haben wir Ende Juni gemeinsam mit unseren Mitgliedern gefeiert. Über 50 Gäste sind gekommen und haben dieses besondere Jubiläum in einer ebenso besonderen Wohnanlage begangen.

Die 38 Grad Außentemperatur führten in Hamburg zwar zu einigen Absagen, nicht jedoch bei uns. Denn mit den Jahren sind auch die Bäume der Gartenstadt gewachsen und spendeten an diesem heißen Sommertag reichlich Schatten – die perfekte Kulisse für einen gelungenen Nachmittag.

Dass wir heute auf 75 Jahre Gartenstadt Mechelnbusch zurückblicken können, ist alles andere als selbstverständlich. In den Jahren 1950, 1951 und 1954 entstanden hier insgesamt 282 Wohnungen – nur wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und zu einer Zeit, als der BVE selbst erst 50 Jahre alt war.

Ein Neubauprojekt dieser Größenordnung war damals ein echter Kraftakt und leistete einen wichtigen Beitrag zur Linderung der Wohnungsnot in Hamburg. Aufgrund der unterschiedlichen Baujahre feiern wir das Jubiläum bewusst im Jahr 2026.

Bis heute hat sich die Siedlung ihren besonderen Charakter bewahrt. Die frei gruppierten Gebäude, eingebettet in großzügige Grünflächen, verleihen dem Quartier den Eindruck einer Parklandschaft mit Wohnhäusern – daher sprechen wir bis heute mit Stolz von unserer Gartenstadt Mechelnbusch. Die Gestaltung orientiert sich an den Ideen des Neuen Bauens der 1920er-Jahre und steht zugleich für den pragmatischen Wiederaufbau der Nachkriegszeit. Helle Putzfassaden, die damals für Hamburg eher ungewöhnlich waren, sowie die besondere Anordnung der Gebäude prägen das Quartier bis heute.

Nach einer launigen und begeisternden Ansprache unseres Vorstands Michael Wulf startete die Feier – musikalisch begleitet und bei sehr leckerem Gegrilltem, Salaten, eiskalten Getränken sowie Kaffee und Kuchen. Ein großes Lob und ein herzliches Dankeschön gehen einmal mehr an die Mannschaft der Firma Radbruch für den großartigen Service und das hervorragende Essen.

Viele Gespräche wurden geführt. Natürlich ging es immer wieder um den vermeintlich heißesten Tag des Jahres, die Fußball-WM, aber auch um die Verlängerung des Erbbaurechts für einen Teil der Wohnanlage, das Neubaugebiet am Klövensteenweg und die Veränderungen im schönen Rissen.

Die Kinder tobten durch die Feier und eine Clownin als Walking-Act sorgte für viele überraschende Momente. Nur die Seifenblasen wollten bei der Hitze nicht so recht funktionieren.

Wir aber saßen im Schatten – und dann trat Elvis auf. Okay, der King ist leider bereits 1977 verstorben, aber Shelvis war eine mehr als würdige Vertretung. Mit den größten Hits aus allen Schaffensphasen begeisterte er das Publikum. Für eine weitere Überraschung sorgte der NDR: Für eine Nordreportage wurden Teile unserer Feier und insbesondere der Auftritt von Shelvis begleitet. Das Konzert endete schließlich mit einer fröhlichen Polonaise durch die Reihen der Gäste.

Und als alle dachten, der Nachmittag sei vorbei, betrat plötzlich Rex Cordales die Bühne – eine herrlich schräge Mischung aus Costa Cordalis und Rex Gildo. Dieser zusätzliche Auftritt war ein Wunsch des NDR, von dem letztlich alle Gäste profitierten. Unser großer Dank gilt Shezad Eikmeier, der alle drei Künstler mit viel Charme und Witz auf die Bühne gebracht hat. Hossa!