Der 1. und 2. Förderweg

Seit 2011 läuft das Wohnraumförderungsprogramm des Hamburger Senats: 6.000 Wohnungen sollen jährlich geschaffen werden, 2.000 davon als öffentlich geförderte Wohneinheiten. Der 1. Förderweg unterstützt den Bau von 1.200 Wohnungen pro Jahr, die eine Nettokaltmiete von 6,10 € / m² nicht übersteigen dürfen. Sie sind für Haushalte gedacht, deren Einkommen eine im Hamburgischen Wohnraumförderungsgesetz festgelegte Grenze nicht überschreitet. Die Einkommensgrenze für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern liegt zum Beispiel bei einem Brutto-Jahreseinkommen von etwa 36.700 EUR. Verdienen sie weniger, dürfen sie Wohnungen mieten, die über den 1. Förderweg gefördert wurden. In Hamburg trifft das auf 40 Prozent aller Haushalte zu.

Der neue 2. Förderweg entlastet nun auch Menschen mit mittlerem Einkommen. Dieselbe Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern darf hier über ein Brutto-Jahreseinkommen von höchstens etwa 45.100 EUR verfügen. Für über den 2. Förderweg geförderte Wohnungen wird die Anfangsmiete aktuell bei 8,20 € / m² gedeckelt. Den Bau von 800 Wohnungen will der Senat mit dem 2. Förderweg pro Jahr unterstützen. Nutznießer beider Förderwege sind rund 60 Prozent der Hamburger Haushalte.

Die Förderung erhalten Bauherren wie der BVE in Form von zinsgünstigen Darlehen und Zuschüssen der Stadt. Im Gegenzug sind sie verpflichtet, die geförderten Wohnungen nur an Haushalte unter der Einkommensgrenze zu vermieten (und dies mit einer Anfangsmiete von 6,10 beziehungsweise 8,20 € / m² netto kalt und gedeckelten Mieterhöhungen für mindestens 15 Jahre). Dem BVE ermöglichen die beiden Förderwege eine neue Art von Projektentwicklung.

Die Preise für Grundstücke sowie gestiegene Baukosten würden uns ohne diese Förderung zu Mieten zwingen, die meist über 12 € / m² und damit über dem Budget der meisten unserer Mitglieder lägen. Kombinieren wir jedoch beide Förderwege mit frei finanziertem Neubau in einem Projekt, können wir unseren Mitgliedern auch in innerstädtischen Lagen trotz höherer Bau- und Grundstückskosten günstigere Wohnungen anbieten. Der BVE bleibt so mit seinen Mieten deutlich unter den Marktpreisen und schafft Wohnraum auch für Menschen aus unteren und mittleren Einkommensschichten.

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