7,71 Euro pro Quadratmeter und Monat betrug die durchschnittliche Nettokaltmiete beim BVE im Geschäftsjahr 2025. Das bedeutet eine moderate Anpassung von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch verglichen mit anderen Hamburger Vermietern bewegen sich die Mieten beim BVE auf einem sehr moderaten Niveau. Michael Wulf gibt im Video eine Einschätzung.

Laut dem Mietenspiegel der FHH von 2025 beträgt die Durchschnittsmiete in der Hansestadt 9,94 Euro pro Quadratmeter.
Deutlich unter dem Mietenspiegel
Für frei finanzierte Wohnungen bis zum Baujahr 2000 beträgt die durchschnittliche Miete in den Hamburger Beständen des BVE 7,21 Euro. Laut dem Hamburger Mietenspiegel wären hier im Schnitt 8,75 Euro möglich, also rund 21 Prozent mehr. Für die Bestände in Norderstedt fällt die Differenz etwas geringer aus (7,32 bzw. 8,45 Euro).
Wer beim BVE in einer frei finanzierten Neubauwohnung ab dem Baujahr 2000 lebt, zahlt dafür im Schnitt 11,35 Euro pro Quadratmeter. Gemessen an der Bewertung des Mietenspiegels könnte die Genossenschaft hier sogar 13,88 Euro erzielen.
Mietenstudie der Verbände
Die Hamburger Mietenstudie der wohnungswirtschaftlichen Verbände (BFW Landesverband Nord, Grundeigentümer-Verband Hamburg, IVD Region Nord und Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen mit über 280.000 Datensätzen) beziffert die durchschnittliche Nettokaltmiete in der Hansestadt auf 9,11 Euro pro Quadratmeter – und damit etwas günstiger als der Mietenspiegel. Der Grund: Diese Studie bezieht auch geförderte Mieten sowie Bestandsmieten, die weiter als sechs Jahre zurückreichen, ein. Denn ihr Ziel ist es, ein möglichst realistisches Bild des Wohnungsmarktes zu liefern.
Aber auch hier zeigt es sich deutlich: Die durchschnittlichen Mieten des BVE sind deutlich auch unter diesem Durchschnittswert.
Moderate Anpassungen
Diese Zahlen zeigen: Der BVE verfolgt unverändert eine sehr moderate Mietenpolitik und nimmt nur so viel, wie notwendig ist. Auch der BVE muss die Mieten, wie in der Vergangenheit auch, weiter anpassen, um seine Bestände erhalten und verantwortungsvoll weiterentwickeln zu können. Für heute und morgen – für Generationen!
Die Ausgaben der Genossenschaft werden in den nächsten Jahren deutlich ansteigen. Das liegt einerseits am Alter der Wohnanlagen. Andererseits erfordert auch der Klimaschutz Investitionen. Gleichzeitig sind die Baukosten gerade in den letzten Jahren stark gestiegen. Hinzu kommen natürlich auch die laufenden finanzielle Belastungen, etwa für Zins und Tilgung bestehender Darlehen aus den Investitionen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte.
Der BVE stellt sich engagiert und kontinuierlich diesen Herausforderungen und wird weiterhin solide wirtschaften sowie den Bestand auch für die nachfolgenden Generationen sichern.
Im Video gibt Michael Wulf, Vorstandsmitglied beim BVE, weitere Einblicke.
Anmerkung: Das Video wurde vor Veröffentlichung der neuen Geschäftszahlen des Jahres 2025 aufgenommen.